Gewässerräume und Biotope

Der Vorstand hat sich seit Sommer 2017 mehrfach mit den Verantwortlichen der Nutzungsplanung getroffen und nach Lösungen gesucht. Was die Nebengewässer betrifft können wir sagen, dass wir Verbesserungen erzielt haben. Diese findet man auch unten im Link: Gewässerspielraum vom BAFU. In der Mitwirkung vom März 2019 konnten wir uns zu Plänen der Gemeinde äussern. Viele von euch haben ebenfalls Mitwirkungsberichte geschrieben. Da wir lange Nichts von der Gemeinde gehört haben, stellten wir an der Gemeindeversammlung im Juni 2019 einen Antrag auf die Entflechtung der Nutzungsplanung, welcher angenommen wurde. Im Winter 2020 haben wir einen allgemein formulierten Brief als Antwort auf unsere Mitwirkungsschreiben erhalten.

Zurzeit ist die Nutzungsplanung in der Detailberatung zusammen mit den Umweltverbänden. Hier will man Schritt für Schritt vorgehen. Als Erstes die kleinen Gewässer und dann die grossen und am Schluss die Biotope und Trockenstandorte besprechen. Eure Mirkungsberichte aus dem Jahre 2019 werden in diesem Prozess abgearbeitet, dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

 

 

Das grosse Problem für die Landwirtschaft sind weiterhin die grossen Gewässer Linth und Sernf, da hier die Gewässerräume bis zu 20m betragen können. 

Dazu erreichte die Motion Hösli Anfang März im Ständerat eine Mehrheit und wird nun in etwas abgeänderter Form an den Nationalrat überwiesen. In seiner Motion hat sich Werner für mehr Spielraum an unseren grossen Gewässern Linth und Sernf eingesetzt. An dieser Stelle möchten wir Werner noch einmal für seinen grossen Einsatz zu Gunsten der Landwirtschaft herzlich danken.

 

Wieviel man durch anhaltenden und gut organisierten Widerstand erreichen kann, zeigt sich am Beispiel der Motion Hösli eindrücklich. Wurde uns doch im Frühling 2017 noch von allen Seiten gesagt, dass wir hier keine Spielräume hätten und dass auch politisch Nichts zu machen sei. Nun stellen wir fest, dass sich die Wahrnehmung betreffend den Gewässerräumen in der Schweiz langsam verändert und, dass sich auch andere der Schwierigkeiten betreffend der Festlegung bewusst werden. Dazu hat unser Widerstand ganz entscheidend beigetragen.

 

 

Im Sommer 2020 haben wir beim Kanton ein Projekt „Ressource Boden für Glarus Süd“ beantragt. Das Projekt steht nun ganz am Anfang. Wir erhoffen uns damit ein Instrument zu erhalten, welches in allen Bodenfragen wichtige Antworten liefern kann. Um dies auch für die Gewässerraumausscheidung und die Biotope und Trockenstandorte nutzen zu können, müssen diese beiden Projekte (Nutzungsplanung 2 und Ressource Boden) parallel laufen. Das Weiterentwickeln dieses Projektes wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen und wird uns weiter stark fordern.

 

Antrag Gemeindeversammlung Juni 2019

Am 21.6.2019 stellte die Bauerngruppe Glarus-Süd einen Antrag an die nächste Gemeindeversammlung im Herbst:

 

Am 22.11.2019 fand die Herbstgemeinde statt. An dieser wurde unser Antrag zur Abstimmung gebracht und konnte dank der guten Unterstützung von den Bauern mit einer grossen Mehrheit angenommen werden.

 

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Antrag und Begründung Gemeindeversammlung Juni 2019
Antrag und Begründung Gemeindeversammlun
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Gewässerausscheidung nach BAFU
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